Ellwangen. Der Baukörper nimmt die Maßstäblichkeit der Nachbarbebauung auf. Den Zugängen zum Polizeirevier ist ein Vorplatz vorgelagert, der Teil eines öffentlichen Platzes an der Kreuzung Karlstraße / Obere Brühlstraße ist. Dies ermöglicht eine selbstverständliche räumliche Verflechtung des Umfeldes der Polizei mit dem "öffentlichen Leben" auf dem Platz. Die neue Wache ist so platziert, dass sich Blickkontakt zum rückwärtigen Parkhof mit Zufahrtsbereich sowie zur Straße und Platz hin ermöglichen.

Das Gebäude wird als "Low-Tech-Haus" entwickelt. Funktionale und energetische Anforderungen werden durch Transparenz der Materialien sichtbar gemacht. Die Grundlage ist eine solide Baukonstruktion aus Glas und Stein, dessen Eigenmasse als Energiespeicher genutzt wird. Der Tiefhof spendet kühle Frischluft zur sommerlichen Kühlung, Erdkanäle ergänzen dieses Prinzip der kontrollierten Raumlüftung.





Die gläsernen Korridore fangen die solare Energie ein und führen sie je nach Bedarf den Büroräumen zu. Pflanzen verbessern das Raumklima und die Luftqualität. Verkehrswege werden zu Aufenthaltsbereichen. Bewegliche Fassadenelemente "filtern" Sonneneinstrahlung und Einblick von Außen. Bündig verfugte, vorgeblendete Kalksteinquader bilden eine dem Stahlbeton vorgeblendete Hülle, Sichtbetonstützen und Stürze zeigen die Tragkonstruktion. Großflächige Verglasungen mit multifunktionalen Gläsern helfen, eine Überhitzung im Sommer zu vermeiden und die Kühllasten zu verringern. Im Inneren überwiegen Holzoberflächen an Wand und Boden.