München. Die geplante Erweiterung der Akademie wird entlang der Türkenstraße angeordnet. Der historische Solitär der Akademie wird respektiert, auf ein sichtbares Bindeglied zum Westflügel wird bewußt verzichtet. Der Neubau ergänzt die vorhandene Blockstruktur.

An der Westgrenze des Grundstücks werden Bäume geopfert. Das scheint vertretbar, denn die vorgesehenen Neupflanzung im Bereich der Steinbaracke erlaubt es, den Garten bis an die Akademiestraße heranzuführen. Innerhalb der harten Kontur des Gebäudes erschließt sich der Raum in einer dreidimensionalen Verschränkung. Galerien wechseln von der Straßen- zur Gartenseite. Sie sind halbgeschossig versetzt.





Auszug aus der Preisgerichtsbeurteilung:
"Dem Entwurf gelingt es durch eine bewußt als öffentliches Gebäude konzipierte langgestreckte Randbebauung an der Türkenstraße, die städtebauliche Wirkung der symmetrischen Gesamtkomposition des alten Akademiegebäudes und die westlichen Zonen des historischen Akademiegartens ungestört zu erhalten. Dafür geht der Naubau das Risiko ein, den westlichen Randstreifen bis an die Nordgrenze zu beanspruchen, die dort bestehenden Baumreihen zu opfern und die Türkenstraße vom jetzt hier offenen Akademiegarten abzutrennen. Der Neubau bleibt in der Höhenentwicklung deutlich unterhalb des Westflügels des historischen Akademiegebäudes, was positiv bewertet wird."

mit m. kares, stuttgart

1. Preis + Überarbeitung